Arbeitshandschuhe Norm EN 388 erklärt – So lesen Sie den Sicherheitscode
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Wer Arbeitshandschuhe für sein Team einkauft, stößt früher oder später auf die Norm EN 388. Sie steht für den europäischen Standard zum Schutz vor mechanischen Risiken – und entscheidet darüber, ob ein Handschuh für Ihre Baustelle, Werkstatt oder Ihr Lager tatsächlich geeignet ist.
Was bedeutet EN 388?
Die Norm EN 388 prüft Arbeitshandschuhe auf vier bis sechs mechanische Eigenschaften und vergibt dafür eine Kennzahl, die auf dem Etikett oder der Verpackung abgedruckt ist. Ein typischer Code sieht so aus: 2121X oder 4X42D.
Die Zahlen und Buchstaben stehen für:
1. Abriebfestigkeit (1–4): Wie viele Zyklen hält das Material dem Abrieb stand, bevor es durchgescheuert ist.
2. Schnittfestigkeit nach Coup-Test (1–5): Wie viele Schnittzyklen ein rotierendes Messer benötigt, um das Material zu durchtrennen.
3. Weiterreißfestigkeit (1–4): Wie viel Kraft nötig ist, um das Material einzureißen.
4. Durchstichfestigkeit (1–4): Wie viel Druck ein spitzer Gegenstand aushält, bevor er durchdringt.
5. Schnittfestigkeit nach ISO 13997 (A–F, optional): Ein präziseres Verfahren zur Schnittprüfung, das die ältere Coup-Test-Methode ergänzt oder ersetzt.
6. Stoßschutz (P, optional): Nur relevant, wenn der Handschuh zusätzlich vor Schlägen und Stößen schützt.
Ein X in der Kennzahl bedeutet, dass diese Eigenschaft nicht geprüft wurde oder für diesen Handschuhtyp nicht anwendbar ist.
Welche Werte brauche ich für welche Arbeit?
Nicht jede Tätigkeit erfordert die höchste Schutzstufe in jeder Kategorie. Eine höhere Zahl bedeutet mehr Schutz, aber oft auch weniger Tastgefühl und Flexibilität. Die richtige Wahl hängt von der tatsächlichen Gefährdung ab:
Montage- und Installationsarbeiten: Hier zählt vor allem ein guter Griff und ausreichend Abriebfestigkeit, da die Hände ständig mit Werkzeugen und Bauteilen in Kontakt kommen. Handschuhe wie unser X-TEC oder X-FLEX PLUS bieten hier eine solide Balance zwischen Schutz und Fingerfertigkeit.
Bau- und Renovierungsarbeiten: Schnitt- und Durchstichfestigkeit gewinnen an Bedeutung, etwa beim Umgang mit scharfkantigem Material oder Bewehrungsstahl. Achten Sie auf höhere Werte in diesen beiden Kategorien.
Lager- und Transportarbeiten: Abriebfestigkeit und Weiterreißfestigkeit stehen im Vordergrund, da Handschuhe hier oft über lange Schichten hinweg ständig belastet werden.
Metallverarbeitung: Scharfe Kanten und Späne erfordern höhere Schnittfestigkeitswerte – hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Kennzahl an zweiter oder fünfter Stelle.
Warum das für Ihren Einkauf wichtig ist
Als Unternehmer oder Kolonnenführer tragen Sie die Verantwortung dafür, dass Ihr Team angemessen ausgestattet ist. Handschuhe ohne ausreichenden Schutz erhöhen das Verletzungsrisiko, während überdimensionierter Schutz oft unnötig teuer ist und die Arbeit unbequemer macht. Die EN 388 Kennzahl gibt Ihnen eine objektive Grundlage für diese Entscheidung, unabhängig vom Markenversprechen auf der Verpackung.
Bei Riss Arbeitsschutz achten wir bei jedem Produkt in unserem Sortiment auf eine klare, geprüfte EN 388 Kennzeichnung, damit Sie genau wissen, wofür sich ein Handschuh eignet – ohne Rätselraten.
Sie sind sich unsicher, welcher Handschuh zu Ihrem Einsatzbereich passt? Kontaktieren Sie uns direkt für eine persönliche Beratung, gerade bei größeren Bestellungen für Ihr Team lohnt sich ein kurzes Gespräch.